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Das Beziehungsgeflecht von Gesellschaft, Wirtschaft und Geld

Über Folge Das Beziehungsgeflecht von Gesellschaft, Wirtschaft und Geld

Die Sphären des Geldes und des Denkens weisen große Schnittmengen auf. Denkt man in ökonomischen Kategorien, sind sie sogar deckungsgleich. Ohne Geld gibt es weder zivilisierte Gesellschaft noch Wirtschaft, weil wir Geld durch Operationen definieren, die zu dem Ergebnis „Wirtschaft und Gesellschaft“ führen.   Das „Denken in Geld“ erfasst den Menschen als Ganzes, es betrifft die elementare psychische und physische Konsistenz und Integrität. Aus der psychischen und physischen Konsistenz des Menschen konfiguriert sich die Identität. Denken in Geld betrifft also   1.Psychische Zustände und Prozesse, die den Menschen beim Umgang mit und beim Nachdenken über Geld begleiten, 2.praktische Operationen, die der Mensch als tätiges in sozialen und arbeitsteiligen Kontexten lebendes Subjekt vollzieht. Innerhalb dieser Kontexte entsteht das, was wir als „Gesellschaft“ bezeichnen.   Gesellschaft wird bei uns primär über Wirtschaft definiert. In der Wirtschaft wird aber erst etwas zu Realität, wenn es Geldform angenommen hat. Das bedeutet, dass die Geldform die eigentliche Realität der Wirtschaft und somit auch der Gesellschaft darstellt, weil Geld dasjenige Medium ist, über das sich auch einander vollkommen fremde, noch so weit voneinander entfernte Menschen aktiv miteinander verknüpfen. Geld verrichtet somit die systemische Arbeit der Vernetzung. Geld ist die Sprache der Wirtschaft, ihr Symbol, ihre Semantik. Es ist das die Kommunikation innerhalb der Wirtschaftsgesellschaft konstituierende Element.     Menschliche Sozialverbünde, deren Größe über jene von Clans hinaus gehen, müssen sich erst finden, ihre Strukturen, also Sitten und Konventionen müssen sich erst in einem langwierigen Prozess konfigurieren, bevor von „Gesellschaften“ gesprochen werden kann. Dies ist auf die so naheliegende wie einfache Tatsache zurückzuführen, dass Gesellschaft nicht einfach vorhanden ist, sondern sich immerzu von neuem ausbildet und konstituiert. Gesellschaft besteht aus kommunizierenden, Tauschbeziehungen praktizierenden Individuen, die untereinander die Preise für die auszutauschenden Güter und Dienstleistungen aushandeln, wobei die Gesetzmäßigkeiten von Angebot und Nachfrage zum Tragen kommen. Der großartige, äußerst lesenswerte Ökonom Friedrich August von Hayek („Der Weg zur Knechtschaft“) und viele seiner Kollegen sprechen von Geldwirtschaften als emergenten Strukturen und spontanen Ordnungen. Gemeint ist damit ein Gebilde, dessen Entstehung nicht auf bewusstem Handeln beruht, und das ohnehin nicht planbar sei. Viel zu unwägbar die ins Unendliche gehende Masse von Faktoren, die auf die Verhaltensweisen, die Wünsche und Bedürfnisse von Individuen und folglich auf die Mengen und Preise von tauschfähigen Gütern einwirken können. Da Handel und Tausch immer von Menschen für Menschen realisiert werden, und weil Geld ohne weiteres verschickt, avisiert und überwiesen werden kann, definiert Geld die Reichweite des vorstellbaren, ermessbaren Raumes, innerhalb dessen zwischenmenschliche Beziehung stattfinden kann. Somit konstituiert Geld den Raum, innerhalb dessen sich Zivilisation etabliert.   Allein Geld ermöglicht es,  Fähigkeiten, Techniken und Dienstleistungen zu kombinieren, sich die Bestandteile von Endangeboten usw. zusammenzukaufen, sie zu rekombinieren und zu neuen Produkten zusammenzusetzen, und zwar global.   Zurück zum Kleinen: Gesellschaft manifestiert sich überall dort, wo Individuen Beziehungen eingehen. Die kleinste gesellschaftliche Einheit ist die Familie. Dabei findet Familie schon dort statt, wo sie noch gar nicht realisiert ist, nämlich in der Anbahnung von Mann-Frau-Beziehungen. Selbst wenn die Anbahnung scheitert, so hat sie doch den Sinn eines Vorraums. Je abstrakter die Beziehung, je fremder also eine Person, mit der Interaktionen eingegangen werden, umso mehr tendiert die Kommunikation zwischen den Einheiten in Richtung...

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