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Datensicherheit und Blockchain - Das beste Labor ist das Leben.

Über Folge Datensicherheit und Blockchain - Das beste Labor ist das Leben.

Jeder Bewohner der als „1. Welt“ definierten Hemisphäre ist im Besitz einer klar definierten, behördlich attestierten Identität. Diese besteht aus Name, Adresse und Geburtsdatum. Um diese Identität zu belegen, tragen ebenjene Bewohner ein Dokument mit sich herum, das sie nach Aufforderung vorlegen müssen, um z.B. ein Hotelzimmer belegen zu können; und damit der Gläubiger, hier das Hotel, im Falle von Nichtzahlung oder Beschädigung von Hotelutensilien den Benutzer in Regress nehmen kann.   Dagegen können bald 3 Milliarden in Armut lebende Menschen die simple Frage nach ihrer Identität bereits analog nicht beantworten. Was nicht daran liegt, dass sie nicht wüssten, wer sie sind und wie sie heißen – sondern daran, dass sie es schlicht nicht belegen können. Ihnen fehlen nämlich schlicht die behördlichen Atteste. Gerade solchen Unbedarften gegenüber besteht ein moralischer Imperativ: Vor allem sie sollten in Zukunft von Datensicherheit profitieren dürfen. Sie müssen vertrauen können.   Gerade wenn man die Oft vernommene Devise ernst nimmt, das Internet führe zu einer sanften Beseitigung des Gefälles zwischen Erster und Dritter Welt und sei ein Motor von Demokratisierung und der für die Entwicklung unterentwickelter Länder so wichtigen Eigeninitiative, muss man sich mit dem Problem der Identifizierbarkeit von Personen befassen sowie der Tatsache, dass mit sensiblen persönlichen Daten so behutsam umgegangen werden muss, dass Vertrauen entstehen und bestehen bleiben kann.     Unsereins sind derartige Probleme kaum bekannt. Wer seinen „Lappen“ verliert, kann sich gegen Vorlage eines Personalausweises ohne weiteres einen neuen besorgen. Bei uns muss man sich sowieso für alles und Jedes ausweisen können. Über Dokumente, die sich auf die persönliche Identität beziehen hinaus gibt es bei uns solche, die bestimmte Qualifikationen belegen, wie z.B. einen Beruf oder die Fähigkeit, ein bestimmtes Fahrzeug zu führen. Außerdem gibt es Dokumente wie Bankkarten, deren Originaldaten beim Kreditinstitut niedergelegt sind, Mitgliedsausweise von Sportvereinen, Kaninchenzüchtervereinen, politischen Parteien, Studentenausweise usw.   Dafür springen uns die Probleme, die der Missbrauch von Daten verursachen kann, täglich an. Die Hauptursache für den Missbrauch mit Personendaten ist deren mangelnde Fälschungs- und Diebstahlsicherheit. Oftmals reichen ja schon schludrig angefertigte Fälschungen, die z.B. der Rezeptionistin eines Hotels unter die Nase gehalten werden, um betrügen zu können. Und wer würde schon einen seriös und solvent wirkenden Gast abweisen wollen, der behauptet, Mitarbeiter eines großen Unternehmens zu sein? Zu groß die Gefahr einer Rufschädigung.   Noch viel schwieriger als im analogen Leben gestaltet sich die Nachvollziehbarkeit von Identitätsangaben im unendlichen Ozean des World Wide Web. Wer hier Transaktionen tätigt, hat über die traditionellen kaufmännischen Risiken und Unwägbarkeiten hinaus mit Komplikationen zu tun, die ohne weiteres geeignet sind, die altbackenen Vorstellungen von Treu und Glauben ein für alle Mal zu zertrümmern. Solche Vorgänge sind geeignet, den Ruf des Internets als Ganzes zu beschädigen. Ein weiteres Problem des digitalen Fortschritts sind Algorithmen, die im Internet hinterlassene Spuren aggregieren und in wirtschaftlich auswertbare Persönlichkeitsdatenbanken umrechnen. Angesichts der Tatsache, dass das Internet nicht nur in digital entwickelten Ländern absolut unverzichtbar ist, will man in irgendeiner Weise am Geschäftsleben und der digitalen Community teilnehmen, sind die derzeit herrschenden Zustände ziemlich unerträglich.   Eigentlich ist es ja gar nicht schlimm, dass die digitale Bestellung eines Paars Schuhe dazu führt, dass gleich danach die Timeline von Facebook vor Schuhangeboten förmlich aus den Nähten platzt. Allerdings sind diese mal praktischen, mal nervigen Produktplatzierungen...

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