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Check your Toolbox!

Über Folge Check your Toolbox!

Warum rekurrieren wir eigentlich wieder und wieder auf die Vergangenheit – wo es doch um die Zukunft geht? Das Zustandekommen des Hier und Jetzt als Ausgangspunkt von Zukunftsgestaltung ist gerade in unserer heutigen, von Suche und Sehnsucht geprägten und gebeutelten Zeit, wichtiger denn je. Wer nicht weiß, wie die Gegenwart entstanden ist, wird, wenn es um die Deutung der Zukunft geht, in große Schwierigkeiten geraten. Und der Weg zu sich selbst, zur eigenen Identität, wird ein felsiger, nur schwer zu Begehender werden. Die Sicherheit über das eigene Wesen, die Identität, das Wissen über das eigene Wollen und Begehren ist die einzig zuverlässige Kompassnadel, mit der sich der Mensch in einer immer komplexer – und dabei interessanter – werdenden Welt selbst verorten kann.     Deshalb gehen wir beim Thema Digitalisierung wieder und wieder auf diese, unsere Wurzeln ein. Nicht, dass wir am Ende abheben und uns selbst verlieren – denn diese Gefahr ist im Prinzip bei allen technologischen Entwicklungen latent. Allerdings berührt Digitalisierung wie keine technische Entwicklung zuvor die menschliche Psyche.   Und je komplexer die digitalen Angebote und Anwendungen, je größer ihre Vorteile und Verlockungen, umso schwieriger sind gleichzeitig ihre Folgen zu durchschauen.   Wer sich also selbst verstehen will (und anders wird es kaum gehen), der muss die Vergangenheit verstehen, denn: Unser Denken und Fühlen ergibt sich aus den von der Vergangenheit hervorgebrachten Erscheinungen, Erfindungen und Entwicklungen, aus diesem Inventar entstehen unsere Denkgrammatiken.   Deshalb machen wir von Zeit zu Zeit eine kurze Bestandsaufnahme – um herauszufinden, weshalb wir heute so und nicht anders denken. Dabei ist Vergangenheit auch die soeben erst verronnene Stunde, der gerade vergangene Moment. Diese stets sich ereignende Gegenwart, das permanente Verrinnen des Augenblicks, die unfassbare Flüchtigkeit, ist der Ausgangspunkt des Nächsten und Kommenden. Unentwegt geschehen Dinge, auf die wir reagieren und die in irgendeiner Weise unser Denken und Fühlen beeinflussen.   Aber wie denken wir eigentlich? Und vor allem: was?   Definieren wir Denken als Deuten, Deuten als Werten und Ausmessen, dann kommen wir zwingend zu dem Schluss, dass wir, heute mehr denn je, in pekuniären Kategorien, also in Kategorien des Geldes denken. Was ist aber Geld? Ist es einfach nur ein Zahlungsmittel? Nein, Geld ist das, was wir alle haben wollen, und davon möglichst viel, was völlig normal ist. Das ist aber nur die Habenseite, das Objekt, auf das sich unser Verlangen richtet. Das Verlangen selbst ist eine zutiefst unbewusste Kategorie, dem unsere psychische Energie im weitesten Sinne zugrunde liegt. Indem der Psychoanalytiker C.G. Jung psychische Energie als Libido definierte, griff er den Freudschen Terminus des Verlangens auf, der sich aber bei Letzterem auf das rein Sexuelle beschränkte. C.G. Jung dehnte es auf das gesamte unbewusste Wollen und Wünschen des Menschen aus. Demnach wäre Geld Objekt der Begierde und das Symbol der psychischen Energie, die unser Sein bestimmt, Symbol unseres Antriebs und Ehrgeizes. Damit kann Geld als Synthese aus Haben und Sein aufgefasst werden, es spiegelt die beiden Seiten des Daseins. Mit dem janusköpfigen Charakter der menschlichen Existenz hat sich ein anderer Psychoanalytiker, Erich Fromm, in seinem bekannten Werk „Haben und Sein“ auseinandergesetzt.   Wappen und Zahl: Die zwei Seiten der Münze.   Alles, was wir wahrnehmen und tun, hat zwei Seiten: Eine äußere, sichtbare, und eine unsichtbare, dafür fühlbare, innere. Das Innere strebt nach dem Äußeren. Ohne Wollen und Streben ist das menschliche Dasein nicht vorstellbar. Und auch wenn Goethe die Auffassung vertrat, dass der Mensch im Irrtum sei, solang er strebt, so ändert dies nichts daran, dass er es tut. Nicht nur die Münze hat zwei Seiten, sondern auch das menschliche Gehirn, in...

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