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Welchen digitalen Reifegrad hat Dein Unternehmen?

Über Folge Welchen digitalen Reifegrad hat Dein Unternehmen?

Ja ja, die Wissenschaft … Über den Sinn und Nutzen der Digitalisierung gibt es Expertisen wie Sand am Meer. Alles ist durchgerechnet, und solche Programme haben auch einen großen Nutzen insofern, als sie sowohl dem unbedarftesten Laien als auch dem kritischsten Experten den Sinn beweisend unter die Nase reiben. So wäre es doch interessant, einmal zu hinterfragen, ob und wie Firmen, die eigentlich dem „Low-Tech“-Bereich angehören, digitalisiert werden können; ob sich das überhaupt lohnt und welche Rationalisierungseffekte sich daraus ergäben.   Um dies herauszubekommen, bedient man sich – was sonst? – digital berechneter Algorithmen, die auf sog. QCA-Vergleichsanalysen beruhen. Liest sich kompliziert, ist aber eigentlich logisch: Der US-amerikanische Soziologieprofessor Charles Ragin ersann diese Methode, um ausrechnen zu können, ob z.B. bestimmte, noch nie ausprobierte Geschäftsideen Erfolg haben können oder nicht. Sämtliche bekannten Determinanten (Einflussgrößen) ökonomischer, soziologischer, personalpolitischer, steuerrelevanter etc. Natur (also alles) werden in die Algorithmen qualitativ einbezogen, quantitativ eingepreist und auf der Grundlage betriebswirtschaftlicher Kenngrößen gegen- und miteinander abgewogen. Das Kürzel „QCA“ steht für Qualitative Comparative Analysis. Das Ergebnis der QCA-Analyse gibt dann sehr eindeutig Auskunft über den Sinn oder Unsinn einer Investition.   Die QCA-Methode anzuwenden macht überall dort Sinn, wo es z.B. um Investitionen in neue technische Anwendungen geht, die zwar all überall empfohlen, deren Wirtschaftlichkeit aber noch unbekannt ist oder angezweifelt werden muss. Genau dies ist bei kleinen Low-Tech-Unternehmen oftmals der Fall.   Nun kommt bei den Analysen fast durchgehend (und eigentlich wenig überraschend) heraus, dass sich sogar für noch so kleine Low-Tech-Klitschen, die schon allein aufgrund ihres Angebotsportfolios eine ganz besonders geringe Technologieneigung aufweisen, Investitionen in digitale Technologien dennoch mehr als lohnen. Ein entsprechendes Potential ist, sogar wenn es auf den ersten und auch den zweiten Blick nicht so erscheinen mag, immer vorhanden. Immer. Deshalb ist auch der Politik zuzuraten, ihren Blick auf kleine und kleinste Unternehmen zu richten. Übrigens nicht nur aus ökonomischen Gründen, sondern auch, weil gerade kleine Unternehmen, hinsichtlich ihres Humankapitals von unschätzbarem kulturellem und innovativem Wert für eine Gesellschaft sind. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) klassifiziert Unternehmen anhand einer auf technologischen Standards basierenden Skala in hoch-, mittelhoch, mittel- und niedrig technisiert, hinzu kommen die Forschungs-und Entwicklungsintensitäten, die die erfassten Firmen aufweisen. Wir nennen es den „digitalen Reifegrad“.   Klassische Low-Tech-Firmen sind kleine Unternehmen, die typischerweise der Lebensmittel-, Getränke-, Textil-, Papier-, Druck- und Schuhbranche angehören. Sie weisen traditionell nur sehr geringe Forschungs- und Entwicklungsneigungen und, wenn überhaupt, sehr kleine Forschungs- und Entwicklungsbudgets auf, in Prozenten gerechnet weniger als 1 %. Im Vergleich dazu buttern Hochtechnologiefirmen durchschnittlich 7 % ihrer Umsätze in technische Investitionen.   Nichtsdestotrotz können natürlich auch Niedrigtechnologiefirmen technisch, also digital, aufgerüstet und so erheblich wirtschaftlicher und effizienter werden. Dass solche Unternehmen bis jetzt kaum auf dem Radar der Politik erschienen bzw. von dieser vernachlässigt worden sind, mag darauf zurückzuführen sein, dass „Low Tech“ syllogistisch mit „Low Innovation“ gleichgesetzt wird. Ein fataler Irrtum. Und ein Trauerspiel.   Zwar sind die Low-Tech -Firmen per Definitionem weniger geneigt, sich in Sachen Forschung und Entwicklung zu engagieren, ein Schuhladen ist, vollkommen normal, in Sachen High Tech weniger innovativ...

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