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Nach Grau kommt Farbe - New Yorker erfinden sich in der Krise neu
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Nach Grau kommt Farbe - New Yorker erfinden sich in der Krise neu

Nach 9/11 und Lehman-Pleite jetzt Corona: New Yorker sind krisenerprobt. Sie reagieren mit Mut und Zuversicht auf die Pandemie.

„New York ist wie eine Maschine. Sie hält niemals an. Vielleicht wird sie langsamer, ruhiger. Aber sie läuft immer wieder an. Und nach jeder Krise wird sie stärker.“ Corinne Samios hat alle Krisen ihrer Heimatstadt erlebt – vom Pleite- und Drogenkollaps in den 1970ern über 9/11 bis zur Finanzkrise 2008. Kein Schlag hat New York so getroffen wie Corona. Aber nicht nur Künstlerin Corinne weiß:  Die Stadt steht wieder auf. Ob der Fotograf, der den berühmten „Falling Man“ beim Sprung aus dem World Trade Center festgehalten hat. Ob die Bankerin, die ihren Pappkarton beim Aus von „Lehman Brothers“ durch die panische Menge trug. Alle wissen: New York bleibt immer New York.


Die Stadt passt sich an wie ihre widerstandsfähigen Bewohner, die in der Krise eine Chance sehen: Der 28-Jährige, der gerade jetzt ein schickes Restaurant mitten in Manhattan eröffnet, wo rundherum alle anderen schließen. Die junge Nachhaltigkeitsexpertin, die durch Corona ihren Job verlor und sich ein neues Geschäft ausdachte, das es sonst nie gegeben hätte. Oder Modedesigner Omar Salam, der sagt: „Nach grau wirken Farben besonders. Ich glaube, dass wir aus dieser Zeit sehr gestärkt hervorgehen und wissen, wie wichtig es ist, dass wir füreinander sorgen.“

Das Feature zeigt die starken New Yorker, die ihrer Stadt mit Mut, Kreativität und Zusammenhalt dabei helfen, sich neu zu erfinden. Und mit diesem Spirit vielleicht auch den ein oder anderen in Deutschland anstecken könnten.

Die Shownotes zur Folge:

Die Corona-Hotspots in New Yorkhttps://www.nytimes.com/interactive/2020/us/new-york-coronavirus-cases.html