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Interviews von der Beach & Boat 2013: Dirk Becker über Saale-Elster-Kanal und Schiffshebewerk
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Interviews von der Beach & Boat 2013: Dirk Becker über Saale-Elster-Kanal und Schiffshebewerk

Auf der diesjährigen „Beach & Boat“ hat man spüren dürfen, wie rührig die Kollegen vom Saale-Elster-Kanal-Förderverein sich um eine mögliche Fertigstellung dieses vor langer Zeit begonnen Wasserbauwerkes bemühen. Im Rahmen des auch in diesem Jahr parallel zur Messe veranstalteten Seenlandkongresses haben sie ihr Projekt Schiffshebewerk für die künstliche Wasserstraße vorgestellt. Dirk Becker ist einer dieser emsigen Kanalbereiter. Wir trafen ihn nach seinem Vortrag auf der Messe zum Interview. Zwischen Oktober 2012 und Februar 2013 seien für den Wasserfahrstuhl an der TU Dresden zwei Entürfe entstanden, so Becker im Gespräch. Einer davon sehe ein klassisches Senkrechthebewerk in Vertikalförderung vor – das sei eine durchaus machbare Idee. Insgesamt sei man froh, so der Kanalvereinsmann weiter, dass das Thema mittlerweile in den Landesverwaltungen in Dresden und Magdeburg angekommen sei. Dass man dort und auch auf Kommunalebene verstanden habe, welches Kleinod man mit dem Kanal vor der Haustür habe. Becker zur Frage, welches Kleinod genau er meint: „Wenn man den Kanal vollendet, wirklich den Wasserzugang zu Neuseenland – nicht nur für Neuseenland, sondern wer dort hinwill fährt auch 120 Kilometer auf der Saale durch Sachsen-Anhalt – wir hätten in Mitteldeutschland ein völlig neues Gebiet für den Wassertourismus.“ Eine Vision: Per Fahrgastschiff auf der Saale von Burg Giebichenstein rüber zum Lindenauer Hafen. Beckers Lieblingszahlen, die ihn und uns noch davon trennen, und mit denen er bei der Reklame für dieses Großprojekt scheinbar immer wieder gerne jongliert: 7,5 Kilometer bereits angelegter aber seit 1943 unvollendeter Kanalbau und 22 Meter Höhenunterschied.